Atemtherapie

Die Mukoviszidose (Cystrische Fibrose) ist eine angeborene Stoffwechsel-erkrankung, die das Verdauungssystem und die Lungen betrifft. Die Ursache ist ein Gendefekt, der bewirkt, dass der Salzwassertransport aus den Körperzellen durch einen fehlerhaften Eiweißkomplex gestört wird. Der Wasserverlust führt dazu, dass die Sekrete eindicken und sich ein zähflüssiger Schleim bildet, der die Funktion eines Organs einschränkt. Besonders die Lunge ist betroffen, außerdem noch Bauspeicheldrüse, Leber, Dünndarm, Haut- und Geschlechtsorgane. Neben der medizinischen Betreuung und der regelmäßigen Inhalationsbehandlung kommt der frühzeitigen Physio- und Atemtherapie eine große Bedeutung zu, deren Hauptziel es ist, den Schleim zu lösen und das Sekret aus den Atemwegen zu transportieren.

Physiotherapeutische Maßnahmen:

  • Passive, manuelle Techniken, um die Mobilität des Thorax zu erhalten.
  • Aktive Techniken für die bewusste Wahrnehmung der Atmung und dynamische Übungen zur Mobilisation des Thorax. Erlernen von Sekrettransportstellungen.
  • Autogene Drainage, eventuell auch mit Einsatz von Therapiegeräten, die die Ausatmung verlangsamen und so die Bronchien geöffnet halten, so dass der Schleim zum Mund transportiert werden kann.
  • Atemerleichternde Positionen, die bei Atemnot eingesetzt werden können und meist mit der Lippenbremse kombiniert werden.
  • Einsatz von Ausatemhilfen wie z.B. Flutter, Pep-Maske, Pep-System, RC-Cornet oder Pustespielen
  • Körperliche Aktivität und Sport zur Anregung der Atemtätigkeit und somit der Förderung der Sekretlösung und des Sekrettransports.
fliegender Vogel Übungsraum