Vojta-Therapie

Die Vojta-Therapie wurde von Václav Vojta, einem tschechischen Arzt, 1959 begründet. Er entwickelte neurokinesiologische Untersuchungstechniken, die so genannten Lagereaktionen, mit deren Hilfe man die Aufrichtung des Körpers gegen die Schwerkraft beurteilen kann. Motorische Störungen können so bei Säuglingen schon frühzeitig erkannt und eine Therapie eingeleitet werden, um physiologische Bewegungsmuster anzubahnen.

Das Prinzip und seine Wirkung: Das Gehirn speichert Bewegungen als komplexe Muster. Dr. Vojta entdeckte, dass sich angeborenes physiologische Bewegungsmuster "automatisch" auslösen lassen, wenn man genau festgelegte Ausgangsstellungen einnimmt und bestimmte Auslösezonen am Körper stimuliert. Durch häufige Wiederholung werden die einzelnen Teilmuster der Bewegung angebahnt und können später als Bausteine in das Bewegungsmuster des Patienten übernommen werden.

Es gibt zwei Grundübungen: Reflexumdrehen und Reflexkriechen

Behandlung: Die Therapeutin sucht anhand der Probleme des Patienten entsprechende Vojta-Übungen aus und leitet dann die Eltern oder andere Bezugspersonen dementsprechend in der Vojta-therapie an. Die Übungen werden in der Regel mehrmals am Tag für einige Minuten wiederholt.

Anwendung der Therapie z.B. bei

  • Säuglingen mit Entwicklungsverzögerungen und motorischen Störungen
  • Schluckstörungen
  • Atemfunktionsstörungen
  • Augenbewegungsstörungen
  • Schiefhals
  • Skoliose
  • Lähmungen
  • Verdauungsstörungen
  • Hüftdysplasien
  • Erwachsene nach Schlaganfall
  • Multiple Sklerose

Voraussetzung für die Behandlung ist eine ärztliche Diagnose und die ergänzende fachspezifische Befunderhebung.

Vojta-Liege Salamander